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08.08.19:49
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Watsch'n-Mann für Kurz

Nur in aller Kürze, quasi als Dokument, weil ich mich echt nicht mehr permanent mit diesem sonderbaren Verständnis von Politik auseinandersetzen will. Also: Am 6. August 2017 fordert Sebastian Kurz unter anderem höhere Strafen für Gewalt gegen Kinder. Am 8. August 2017, also nur zwei Tage später, präsentiert Sebastian Kurz allen Ernstes Rudolf Taschner als potenziellen Sprecher für Bildung und Wissenschaft. Jenen Taschner, der als kluger Kopf und Mathematiker wohl seine Verdienste hat, der vor wenigen Jahren aber auch für Aufregung sorgte, weil er in der Presse ein leidenschaftliches Plädoyer für die g'sunde Watsch'n verfasste. Geschwätz von gestern, könnte man sagen. Muss man aber nicht. Ich finde diesen Listen-Firlefanz nicht nur zunehmend paradox, sondern allmählich lächerlich. Und das erzwungene Schweigen jener ÖVPler, deren Haltung gerade für nichtig erklärt wird, wirkt auf mich fast schon bedrohlich.

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08.08.14:58
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Tag 220 - Fußmarsch bei 36 Grad

Nun steht also fest, woran in der Vorwoche ein 19-jähriger Grundwehrdiener gestorben ist. Der Tod in Horn sei laut Obduktionsbericht „auf Überhitzung des Körpers und Herzstillstand zurückzuführen“. Der Garde-Rekrut hatte zusammen mit anderen einen Fußmarsch absolvieren müssen und war zusammengebrochen. An diesem Tag hatte es 36 Grad. Der Kommandant der Landstreitkräfte erklärte, dass es nach etwa drei von 15 geplanten Kilometern „in moderater Marschgeschwindigkeit zu dem Vorfall“ gekommen sei. Oberstes Bekleidungsteil bei dem Marsch sei wegen der Hitze das Unterleibchen gewesen. Dass das Gepäck 30 Kilo schwer gewesen sei, bezeichnete er als „nicht realistisch“. Er sehe keine Indizien, dass Fehlhandlungen bei der Versorgung des 19-Jährigen gesetzt wurden. Dem wird von allerlei Zeugen entgegenet, dass die Kaserne Horn seit jeher als Ort der Härte gilt, wo Schikanen an der Tagesordnung seien. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil gab als Reaktion auf das Untersuchungsergebnis jedenfalls bekannt, dass eine Untersuchungskommission eingesetzt wird, die Sorge tragen soll, die Ereignisse „lückenlos und transparent aufzuklären.“ Vorverurteilungen seien allerdings nicht angebracht, meint er. Zuerst müsse man alles untersuchen und auf den Tisch legen, aus diesen Ergebnissen heraus könne man dann weitere Ableitungen treffen. Auch bei der Ausbildung der Soldaten werden als Reaktion auf den Tod des jungen Grundwehrdieners eventuelle Schwachstellen evaluiert. Klingt natürlich alles sehr staatstragend. Ist aber nur politisches Blabla. In Wahrheit sind - trotz Einführung der Beschwerdestellen - Grenzüberschreitungen in der Ausbildung der jungen Soldaten seit Jahrzehnten bekannt und still geduldet. Da braucht es kein großes Evaluieren, sondern endlich ein beherztes Durchgreifen. Wiewohl der tragische Tod tatsächlich nicht zwingend ein Fall von übertriebenem Drill gewesen sein muss. Als Anlass für eine neue öffentliche Sensibilisierung muss er dennoch unbedingt dienen. Und da ich einst selbst in einer so genannten Schleifer-Kaserne einrücken musste, werde ich dazu auch in Kürze eine ausführliche Reportage schreiben. Denn die Wut über das, was ich in meiner Zeit als Grundwehrdiener erlebte, lebt derzeit wieder auf. Und eine altbekannte Frage stellt sich einmal mehr in aller Wucht: Warum muss immer erst etwas passieren, damit etwas passiert?

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07.08.21:01
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Fussi & Fellner

Es gibt zwar einige Passagen, die offenbaren, dass Rudolf Fussi auf der faktischen wirtschaftlichen Ebene (leider) nicht wirklich gut vorbereitet ist, andernfalls könnte er so manche zahlenmäßigen Behauptungen ganz leicht als das entlarven, was sie sind: Vollholler und Wunschdenken. Aber dennoch: Das Gespräch aus der Puls4-Reihe "Fussi will streiten" mit Herausgeber und Chefredakteur Wolfgang Fellner ist wirklich sehenswert. Nicht nur, weil der Interviewer durch goscherte Fragen und Thesen provokant und unterhaltsam ist, sondern vor allem deshalb, weil der Erfinder des Zentralorgans für Dumpfgummismus (Österreich) sich auf genau jene Weise offenbart, wie wir ihn und seine Hybris seit immer schon wahrnehmen. Dass Fellner ein erfolgreicher Geschäftsmann ist, steht längst außer Frage. Dass er ein erfolgreicher Journalist im Sinn von Seriosität und Qualität sein könnte, sollte nicht als ernsthaftes Gedankenexperiment behandelt werden. So oder so: Schauen Sie sich dieses Staffel-FInale an!

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07.08.19:20
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Tag 219 - Netrebko als Aida

Mitunter frage ich mich echt nur, wie es sein kann, dass Menschen jedem Frohsinn, jeder Schönheit, jeder sonnigen Kraft trotzen, um mit aller Leidenschaft die Rolle des Miesepeters zu leben. Wochenlang war zuletzt die Neuproduktion von Giuseppe Verdis Aida bei den Salzburger Festspielen erwartet worden, vor allem auch, weil Anna Netrebko erstmals in dieser Rolle zu sehen und zu hören sein sollte. Solche Auftritte besitzen ja in der Welt der Oper immer die Magie des Besonderen, und ganz offensichtlich wurden die Erwartungen an eine der bedeutendsten Bühnenpersönlichkeiten unserer Zeit nicht nur erfült, sondern weit übertroffen. Es schreibt mein hochgeschätzter Kollege Gert Korentschnig in seiner Kurier-Kritik: "... aber bleiben wir so lange wie möglich beim Positiven, das diese Neuproduktion auszeichnet. Bleiben wir beim Ereignishaften, beim Stern, der ihren Namen trägt: Anna Netrebko. Schon ihr erster Auftritt ist eine Freude und zeigt, wie wenig die anderen Sängerinnen und Sänger von der Regie geführt sind und wie sehr Netrebko aus der Partie der äthiopischen Königstochter ihre eigene macht, wohl dank Rollenselbstfindung. Sie spielt intensiv wie fast immer, versteht ihr Publikum zu berühren, ist glaubhaft die Leidende, die Liebende, die sich Aufopfernde. Stimmlich ist ihr traumhaft timbrierter Sopran endgültig in diesem schon sehr dramatischen Fach angekommen, hat aber in der Höhe die Leichtigkeit bewahrt. Die tiefen Töne sind ebenso markant und schön, Registerwechsel scheinen für sie kein Kriterium zu sein. Wie sie mit den Tönen spielt, wie sie eine Note aufnimmt, durch ihr begnadetes Instrument schickt und am Ende im Großen Festspielhaus platziert, ist einzigartig. Es ist immer ein Vergnügen, eine neue Partie der Netrebko hören zu dürfen – bei der Aida ist es ein noch größeres Vergnügen als zuletzt bei der Elsa im Lohengrin." Ich finde, dass man beim Lesen dieser Zeilen durchaus eine Mischung aus Bewunderung und Freude entwickeln könnte. Aber wie lautet das allererste Posting unter dem Artikel, verfasst von einem Adolf Doubrava: ".....und sie kann noch immer kein Wort deutsch......wofür wurde die eigentlich österr. Staatsbürgerin?????!!!!" Nun, viel faszinierender kann das Phänomen des Kleingeists kaum offenbart werden.

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06.08.23:01
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Wehrübungen im Sportunterricht

Ich finde es ja immer so putzig, wenn die Verharmloser mir erzählen, eine Parallele zu dunklen Zeiten erkennen zu wollen, sei eine künstliche Dramatisierung. Ist mir aber ohnehin einerlei, weil ich mir nie den Vorwurf gefallen lassen will, ich hätte nichts gesagt und geschrieben. In Ungarn erklärt uns jetzt der Vize-Staatssekretär für Bildung, Zoltan Marusza, in der Zeitung Magyar Idökes, es sei wichtig, dass Schüler etwas über Vaterlandsliebe lernen. Und nicht nur das. Der besorgte Mann ist der aufrichtigen Meinung, für demokratische Gesellschaften sei es gut, wenn die Bürger bereit seien, ihre Heimat zu verteidigen. Die ungarische Regierung hätte deswegen eine Studie in Auftrag gegeben, um einen neuen Lehrplan zu entwickeln, in dem ... jetzt kommt's ... "patriotische und militärische Erziehung" zur Geltung kommen soll. Die Kritiker warnen natürlich sofort vor einem neuen Fach namens "Wehrkundeunterricht", aber das wird selbstverständlich augenblicklich verharmlost (so, wie wir das kennen). Marusza kann sich vorstellen, entsprechende Inhalte auf mehrere Fächer zu verteilen, zum Beispiel durch Wehrübungen im Sportunterricht oder patriotische Lieder im Musikunterricht. An den ungarischen Schulen soll "ein neues Lebensgefühl" entstehen. Und das soll nicht für Alarmismus sorgen? Die Lehrergewerkschaften und Elternvertreter warnen jedenfalls schon lange vor einer drohenden Militarisierung der Schulen, udn der ungarische Bildungsforscher Peter Rado kritisierte in der unabhängigen Zeitung HVG, dass 6- bis 12-jährige Kinder mit Ideologien bombardiert würden. Er nennt das eine Lernen der Zwangsanpassung, sodass die Regierung von Viktor Orban folgsame Untertanen bekomme. Bitte wie kann es sein, dass jemandem so eine Entwicklung nicht unheimlich ist?

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06.08.21:36
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Tag 218 - Begleitschutz für Idioten

Wieder einmal wüten die Rapid-Fans im Stadion, nachdem ihre Mannschaft zum zweiten Mal in dieser Saison ein 2:0 aus der Hand gegeben hat, diesmal sogar im Wiener Derby gegen den violetten Erzrivalen. Und wieder einmal werden die Exzesse, die beinahe einen Spielabbruch zur Folge gehabt hätten, keine essenziellen Folgen haben. Es dreht sich in Hütteldorf um einen widerwärtigen Tribünen-Mob, der bei diesem Verein nicht nur nicht zur Rechenschaft gezogen, sondern von den Rapid-Verantwortlichen auch noch verteidigt wird. Der Sportdirektor unterschreibt einen Freibrief für aggressive Volltrotteln und faselt etwas von provokantem Jubel eines Austria-Torschützen. Der Trainer will die Absolution der Ultras-Fangruppe nicht gefährden, daher sicherheitshalber nix mitbekommen haben und ortet halt Emotionen. Und der Spieler Schaub entschließt sich überhaupt gleich zur Dumpfgummi-Variante einer Opfer-Täter-Umkehr und meint im Staub vor Gewalttätern kriechend, die Austrianer dürfen sich wegen ihres aufreizenden Verhaltens nicht wundern ... Das ist alles jenseits und völlig inakzeptabel. Hier wird aus Angst und Feigheit vor den üblichen radikalen Verdächtigen gekuscht, dass es nur mehr erbärmlich ist. Ichvermute ja, dass einer wie der Fan-Koordinator Andy Marek deshalb keine Lösung findet, weil er längst ein Teil des Problems ist, aber das nur nebenbei. Entscheidend ist, dass jene, die endlich gnadenlos durchgreifen und dafür allenfalls auch auf manchen Support und manche Fan-Choreographie verzichten müssten, zu Meistern der Verdrehung, Verharmlosung und des Wegduckens geworden sind. Und dieser verlässliche Begleitschutz für Vollidioten kotzt auch zahllose treue und aufrichtige Rapid-Fans mittlerweile unendlich an. Da hängen die Irren wie Affen am Zaun, sind völlig außer sich, werfen Gegenstände im Hagel und sogar eine Fahnenstange aufs Feld, und die Rapid-Chefs verständigen sich darauf, dass halt der Austria-Spieler Holzhauser so eine provokante Körpersprache hätte. Da macht sich ein Ordner als aufgeblasener Duellant wichtig, und niemand kommt, nimmt ihm den Ball weg und fragt ihn, ob er völlig deppert geworden ist. Da rauscht der Rapid-Oldie Steffen Hofmann zur Deeskalation herbei, und was tut er? Eskalieren, wie ein hysterisches Kleinkind. Mit grober Unsportlichkeit (ein Ersatzspieler, der das Spielfeld betritt, schubst und höhnt), die nach FIFA-Richtlinien sogar mit Rot zu ahnden gewesen wäre. Aber der Schiedsrichter gesteht, dass er sich nicht einmal getraut hat, Gelb zu zeigen, weil er die Atmosphäre nicht noch weiter aufschaukeln wollte. Bitte wo sind wir? Was kommt als nächstes? Keine Fouls von Rapid-Spielern mehr ahnden im Allianz Stadion, weil dann womöglich das Gesindel zum Aufstand ruft? Das ist ein absurdes Theater, und es ist bezeichnend, dass die Rapid-Verantwortlichen nicht die Größe haben, den Skandal als solchen zu benennen, sondern den Aktionismus auch noch rechtfertigen. Und die Liga macht sich wieder einmal ins Hoserl statt die Hütte endlich einmal für drei, vier, fünf Spiele zu sperren. Was muss passieren, damit etwas passiert und wir hören dürfen, dass schon viel früher bedingungslose Maßnahmen hätten ergriffen gehört. Härtere als die Augenauswischerei, die uns seit Jahren aufs Aug' gedrückt wird. Ich bin der Meinung, dass ein Derby auch ein Match der explosiven Emotionalität sein darf und soll (ohne die ewig gleichen primitiven Chöre deshalb für notwendig zu erachten). Aber hier wurden definitiv Grenzen massiv überschritten. Natürlich bin ich ein alter Austrianer bin, und so ganz legt man den Vereinsblick nie ab. Aber nach so vielen Jahren (auch als Sportjournalist) vermag ich solche Ereignisse sehr wohl auch aus neutraler Sicht zu bewerten. Faktum ist: Mich nervt diese elende Bagatellisierungspolitik in Hütteldorf, so lange ich denken kann. Schade nur, dass Friesenbichler nicht in der letzten MInute noch das 3:2 geschossen hat. Weniger, weil es der Austria auf der Suche nach der Form geholfen hätte, sondern vor allem deshalb, weil ich den Kampfdeppen auf der Westtribüne für ihre Eskalationslust die null Punkte echt von Herzen gegönnt hätte.

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Danke für die Hinweise, ...

sind ausgebessert. Und eine inhaltliche Diskussion würde ich jederzeit gerne führen. Hatte zuletzt einige spannende Gespräche mit leidenschaftlichen Grün-Weißen.
Michael Hufnagl 16.08.2017, 13:01

das Thema...

...war ja seit dem Derbytag lang genug in den Medien, großteils mit dem völlig falschen Fokus auf den sogenannten Pöbelordner (der mag zwar als Symbol gut herhalten, doch das eigentliche Problem ist er nicht).

Ich möchte dich hier nur auf einen inhaltlichen Lapsus hinweisen, denn ich denke, du meintest in dieser Passage wohl eher Fouls VON Rapid-Spielern ;-)
"Was kommt als nächstes? Keine Fouls an Rapid-Spielern mehr ahnden in der Allianz-Arena, weil dann womöglich das Gesindel zum Aufstand ruft?"

PS: Die Allianz Arena steht in München und dort heißt das Gesindel Schickeria ;-)
mex 12.08.2017, 09:13
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05.08.22:49
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Frauen - wo, wann, wie?

Tja, so ist das mit den Trittbrettfahrern und Ankündigungskaisern. Der Hype um die Fußball-Frauen ist noch im vollen Gange, da sucht der interessierte Fan auf der Website des ÖFB (wo denn sonst?) auch schon nach den Spielterminen für die nahende WM-Qualifikation. Aber während die Matches der Männer selbstverständlich im Kalender gelistet, die Reiseangebote verlinkt und die Vorverkaufsmöglichkeiten abgebildet sind, ist über die nächste große Herausforderung der Damen nichts zu finden (außer, wie mir später jemand berichtete, fein versteckt im Archiv). Keine Gruppengegnerinnen, keine Termine, kein Hinweis auf die großen Schlager gegen die Spanierinnen. Dabei beginnt Österreich die WM-Qualifikation bereits am 19. September in Serbien, und im November gibt es das erste Heimspiel gegen Israel (wo genau, wann genau, man weiß es nicht). Wer alles das erfahren will, muss Wikipedia besuchen. Das ist grundsätzlich schon verstörend. In Anbetracht des grandiosen Erfolgs bei der EM (mitgefeiert hat der ÖFB bekanntlich sehr wohl) ist diese Ignoranz aber vor allem traurig und peinlich.

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05.08.18:23
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Tag 217 - Der Strafverschärfer

Eines muss man Sebastian Kurz wirklich lassen: Die Fähigkeit, mit einer bedingungslosen Chuzpe Forderungen in den Raum zu stellen, die von scheinbarer Unbeteiligtheit begleitet als Wahlkampfhit bei den richtigen Leuten landen, ist bei ihm ausgeprägt wie bei sonst keinem Politiker. Diesmal verlautbart der neue ÖVP-Guru via Twitter: "Es ist extrem ungerecht, wenn Gewalt gegen Frauen und Kinder gering bestraft wird, obwohl Täter ein Leben zerstört haben. Setze mich daher für höhere Strafen bei Gewaltdelikten ein. Strafen müssen das Unrecht widerspiegeln." Na bitte, das wird ein "Jawohl"-Geraune im Volk geben. Von einem heftigen Kopfnicken unterstützt, das bedeutet: "Bravo, das ist unser Basti!" Dabei wäre an derlei Ansagen grundsätzlich gar nicht so viel verwerflich, würde die ÖVP nicht seit bald zehn Jahren den Justizminister stellen. Was bedeutet, sie hätte wieder und wieder die Möglichkeit zu jenem verschärften Strafrecht gehabt, das der türkise Kampfpopulist nun fordert. Moment? Hätte? Konjunktiv? Ach ja, sie hat eh!!! Ich zitiere aus der offiziellen ots vom 7. Juli 2015: "Die Strafrechtsreform ist beschlossene Sache. Der Nationalrat verabschiedete heute ein Strafrechtsänderungsgesetz, das das Strafgesetzbuch (StGB) nach mehr als 40 Jahren grundlegend modernisiert und neben einer Neugewichtung der Strafandrohungen auch Nachschärfungen und Präzisierungen in zahlreichen Bereichen - vom Sexualstrafrecht bis zu den Wirtschaftsdelikten - bringt. Die Regierungsparteien, aber auch die Neos begrüßten die Novelle als guten Kompromiss und sahen darin vor allem auch eine Reaktion auf die geänderte gesellschaftspolitische Realität." Da hat sich also echt etwas getan. Aber offensichtlich nicht genug, wenn man dem Kurz2017 folgt. Was er mit der FPÖ gemeinsam hat, die vor zwei Jahren ihre Zustimmung verweigerte. In der ots stand: "Die FPÖ vermisste Verschärfungen in aus ihrer Sicht wesentlichen Teilbereichen, so etwa ein Tätigkeitsverbot in Erziehungsberufen für einschlägig verurteilte Sexualtäter oder strengere Strafen bei Gewaltattacken gegen Exekutivbeamte." Wieder einmal okkupiert der Kanzlerkandidat ein längst besetztes Themenfeld und lässt sich dafür feiern. Fehlt nur ein wesentlicher Aspekt. Welcher, welcher, welcher? Sie ahnen es? Bingo! Die Ausländer! Denn seit 2015 existiert bekanntlich eine besondere Flüchtlingssituation, und genau die ist es, die als Riesenproblem (und Wahlkampfhit) permanent in der öffentlichen Wahrnehmung verankert bleiben muss. Der ÖVP-Obmann macht daher im Rahmen seiner Offensive auf eine Studie des Justizministeriums aufmerksam, wonach 38 Prozent der Frauen und Kinder schon Gewalt erfahren haben. 75 Prozent der Frauen haben demnach bereits einmal sexuelle Belästigung erlebt. Und, jetzt kommt's, entscheidender Folgesatz: Durch Migration sei zudem traditionelle Gewalt in der Familie importiert worden. Das ist der Punkt, die Botschaft des assoziativen Dreigestirns Fremde+Gewalt+Strafverschärfung muss ankommen. Wird sie auch, ganz bestimmt. denn die hechelnden Boulevard-Komplizen werden ihren Auftrag zu verstehen und zu exekutieren wissen.

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Neues aus dem Kurz-waren-laden

Einmal mehr haben Sie`s auf Ihre unnachahmliche Weise auf den
Punkt gebracht. Wenn Ihre Worte halt nur die Adressaten (die sogenannten
Politiker und vor allem deren Wähler) erreichten
und Gehör fänden ... Ich fürchte, daß die "Bastimania"" am 15. Oktober
einen unrühmlichen Höhepunkt erreichen wird. Aber die Hoffnung stirbt ja
bekanntlich zuletzt ....
Doris Alt 10.08.2017, 21:18
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04.08.23:09
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Urlauber Trump

Es sind die Kleinigkeiten, die ein Bild mitunter verfeinern. Donald Trump verlässt jedenfalls heute Washington, um einen 17 Tage langen Sommerurlaub auf seinem Landsitz (samt Golfklub) in New Jersey zu beginnen. Eine Sprecherin bezeichnete den Aufenthalt in Bedminster als "Arbeitsurlaub". Der westliche Flügel des Weißen Hauses, in dem Trump sein Büro hat, wird in dieser Zeit renoviert. das ist nicht wirklich ungewöhnlich, denn erstens brauchen auch US-Präsideten Urlaub, und zweitens ist es in den USA Usus, dass dieser im August stattfindet. Die Tücke liegt aber im Archiv. denn im Juli 2015 hatte Mister Trump vollmundig erklärt: "Ich würde das Weiße Haus kaum jemals verlassen, weil so viel zu tun ist. Ich wäre kein Präsident, der Urlaub macht. Ich wäre kein Präsident, der Auszeiten nimmt." Klingt nach Fleiß. Blöd ist nur die Sache mit den Fakten. Denn einer Zählung der Washington Post zufolge wird Trump Ende August 53 freie Tage angesammelt haben. Das werden zu diesem Zeitpunkt mehr als drei Mal so viele sein wie bei Barack Obama, der in den ersten Monaten seiner Präsidentschaft auf lediglich 15 kam. Andererseits könnte man sagen: 53 Tage sind viel zu wenig. Und zwar unter der Prämisse, dass der Mann in dieser Zeit keinen oder zumindest weniger Unsinn zu verantworten hat. Möge er also sehr viel Golf spielen. Und sehr wenig regieren. Im Sinne des Planeten.

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04.08.18:48
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Tag 216 - "... was Ihnen zusteht"

Es wird diskutiert. Ziemlich heftig sogar. Und das ist aus meiner Sicht das beste, was man über das neue Wahlkampf-Video von Christian Kern und den offensiven Slogan, der die SPÖ-Kampagne begleiten wird, sagen kann. Allerdings ist das natürlich eine sehr enge Sicht der Dinge, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass der Kanzler und sein Team speziell mich überzeugen wollen, im Herbst ihre Partei und ihren Plan A zu wählen. Der Slogan "Holen Sie sich, was Ihnen zusteht" wirkt auf mich extrem aggressiv, unsolidarisch und unangemessen. Denn wer mag schon darüber urteilen, wem was warum zusteht. Außer natürlich jeder für sich, aber der bzw. die wird so oder so vermutlich niemals bekommen, was in Anbetracht des eigenen Gerechtigkeitsempfindens der Lohn sein müsste. Aber klarerweise haben sich die Experten lange und intensiv darüber den Kopf zerbrochen, wie man jene Klientel (wieder) ansprechen sollte, die am Ende den Unterschied ausmachen könnte. In diesem Fall scheint der Klassenkampf die Idee zu sein, was ich durchaus verstehen kann, wenn man bedenkt, wieviele Arbeiter der SPÖ abhanden gekommen sind. Es ist nur so: Christian Kern verkörpert für mich allenfalls den smarten Manager, den staatsmännischen Checker, meinetwegen den souveränen Visionär. Aber doch niemals den Klassenkämpfer, den Revoluzzer, den Mann von der Straße. Aber genau diese Botschaft muss er jetzt transportieren und wird quasi dazu gezwungen, das aus meiner Sicht wichtigste emotionale Prinzip zu verletzen: Authentizität. Zumal auch das Video (das mich im übrigen nicht eine Sekunde lang an "House of Cards" erinnert) jede Natürlichkeit vermissen lässt. Im Gegenteil: Das Schauspiel, ehe Kern selbst das Wort ergreift, ist so künstlich und verkrampft, dass sich bei mir alles zusammenzieht. Und dennoch: Es waren definitiv Profis, die diesen Wahlkampfschrit des Kanzlers sehr aufwändig inszeniert haben. Und die haben sich unter Garantie über alle Maße mit den berüchtigten Fokusgruppen auseinandergesetzt, um den perfekten Zuschnitt zu produzieren. Ob das Handwerk der Kampagnenleiter oder mein Bauchgefühl gewinnt, werden wir am 15. Oktober erfahren. Ich glaube: So holt Kern seinen enteilten Konkurrenten Kurz niemals ein.

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03.08.23:54
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Tod eines Rekruten

Es gibt zwar noch kein Untersuchungsergebnis und daher auch noch keine Tatsachen, aber dennoch wissen bereits alle Bescheid. Nach dem Tod eines 19-jährigen Rekruten während eines Stationsmarschs im Waldviertel hat eine Kommission des Bundesheers die Ursachenforschung übernommen. Auch die Kremser Staatsanwaltschaft lässt den Vorfall ab sofort mithilfe eines rechtsmedizinischen Gutachtens und einer Obduktion untersuchen. Laut Kurier soll der Rekrut über Beschwerden geklagt haben und im Spital gestorben sein. Eine Gruppe von 170 Grundwehrdienern war, so übermittelt es das Verteidigungsministerium, erst drei bis vier Kilometer unterwegs, als es nahe Horn zu dem Vorfall kam: Einem im ersten Ausbildungsmonat stehenden Soldaten wurde schwindelig. Nachdem er in die Kaserne gebracht wurde, untersuchte ihn ein herbeigeeilter Notarzt, der ihn ins Krankenhaus bringen ließ. Am selben Abend war der 19-Jährige tot. Zeugen berichten, dass der junge Mann schon recht bald überhitzt gewirkt habe, hochrot im Gesicht und schweißnass gewesen sein soll. In den sozialen Netzwerken begann daher augenblicklich die Diskussion über die Sinnhaftigkeit von so genannten "Gewaltmärschen", vor allem bei derart extremen Bedingungen. Darüber ernsthaft nachzudenken, kann auf keinen Fall schaden, das dachte ich mir schon vor 25 Jahren, als ich selbst marschierte und zusehen musste, wie die Schwächeren der Kompanie über die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit getrieben wurden. Warum es - wie in diesem Fall - bereits nach nicht einmal vier Kilometern zu dem tragischen Zusammenbruch kam, ist aber de facto nicht geklärt. Es gibt zu viele mögliche Ursachen, um bereits jetzt die Schuldfragen zu beantworten. Nur ein Argument, das in solchen Auseinandersetzungen wie das Amen im Gebet erfolgt, widert mich richtig an. Dass nämlich im Kriegsfall auch keine Rücksicht auf extreme Kälte oder HItze genommen werden könnte. Wer so denkt, hat echt nichts begriffen.

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Medienberichte

Ich lese die Schilderungen im Falter und ich lese den Brief der Kollegen des Rekruten in den OÖ Nachrichten. Es kann doch nicht sein, dass zwei seriöse Medien eine derart unterschiedliche Darstellung des Geschehens haben. Da kann man ja niemals zu einer objektiven Wahrheitsfindung kommen.
Alex 10.08.2017, 11:46
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03.08.22:11
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Tag 215 - Bittere Elfmeter-Story

Wieder 0:0, wieder Verlängerung, wieder Elferschießen. Aber diesmal gab es im Halbfinale gegen Dänemark leider kein Happy End, und Österreichs Fußballerinnen sind bei der EM ausgeschieden. Das Finale war zum Greifen nahe, aber der Schlüsselmoment der Partie war wohl der Elfmeter in der ersten Phase des Spiels. Der hätte nicht nur die Führung bedeutet und den Charakter des Spiels verändert (weil die Däninnen ihre Defensive hätten lockern müssen). Er wäre auch ein nächster Push-Faktor für das Selbstvertrauen gewesen. Leider jedoch hat Sarah Puntigam über das Tor geschossen, und genau dieses Bild der vergebenen Großchance hat sich offensichtlich im kollektiven Unterbewusstsein der Österreicherinnen manifestiert. Und so wie gegen Spanien alle Penaltys verwandelt wurden, ging diesmal eben kein einziger davon ins Tor. Das ist die Brutalität des Fußballs. Und dennoch, Gratulation zu einem grandiosen Turnier, mein morgiger Facebook-Eintrag wird so lauten:
Im Jahr 1986 hat der FC Barcelona das Europacupfinale gegen Steaua Bukarest verloren, weil im Elferschießen kein einziger Penalty verwandelt wurde. So etwas passiert den Besten, weil die Psyche im Sport ein ziemlich unberechenbares Luder sein kann. Was von dieser EM bleibt, ist aber nicht das Scheitern, sondern dessen Gegenteil. Österreichs Fußball-Frauen haben im Kreis der Elite beim ersten Antreten ihre Gruppe gewonnen, das Halbfinale eines bedeutenden Turniers erreicht, kein Spiel in der regulären Spielzeit verloren, in fünf Matches nur ein einziges Gegentor kassiert und dank ihrer leidenschaftlichen und sympathischen Auftritte mit diesen Erfolgen sehr, sehr viele Herzen erobert. Das ist eine phänomenale Bilanz, der Sommer 2017 hat uns also eine ganz besondere Geschichte geschenkt. Und nur zur Info: Am 19. September beginnt bereits die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich. Die Österreicherinnen spielen in der Gruppe mit Spanien, Serbien, Israel und Finnland. Bisher konnten sie sich noch nie für eine WM qualifizieren, aber ich hab' da so eine Ahnung. Meilensteine sind ja bekanntlich dazu da, um gesetzt zu werden. Und ich freue mich auf ein Wiedersehen. Danke für die schöne Show.

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02.08.23:13
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Der Salzburger Fluch

2006/2007 - out gegen FC Valencia.
2007/2008 - out gegen Schachtar Donezk.
2008/2009 - keine Teilnahme.
2009/2010 - out gegen Maccabi Haifa.
2010/2011 - out gegen Hapoel Tel Aviv.
2011/2012 - keine Teilnahme.
2012/2013 - out gegen F91 Düdelingen.
2013/2014 - out gegen Fenerbahce Istanbul.
2014/2015 - out gegen Malmö FF.
2015/2016 - out gegen Malmö FF.
2016/2017 - out gegen Dinamo Zagreb.
2017/2018 - out gegen FC Rijeka.
Ein trauriges Jubiläum. Auch der zehnte Anlauf unter dem mittlerweile elften Trainer, sich in der Ära Red Bull für die Champions League zu qualifizieren, ging heute daneben. Und wie schon im vergangenen Jahr scheiterten die Salzburger am kroatischen Meister. Diesmal jedoch auch noch dank einer sagenhaften Fehlentscheidung des Schiedsrichters, der ein Tor wegen eines angeblichen Abseits nicht gegeben hat. Und so war das 1:1 im Hinspiel und das 0:0 im Rückspiel zu wenig, um sich erstmals den Mateschitz-Traum von der Königsklasse des Fußballs zu erfüllen. Als würde ein Fluch über dieser Mannschaft liegen. Dabei wäre es so schön, wieder einmal darauf hoffen zu dürfen, dass die eine oder andere europäische Spitzenmannschaft nach Österreich kommt. Sehr, sehr schade.

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02.08.19:22
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Tag 214 - Ein Kicker um 222 Millionen

Noch nie hat ein Transfer im internationalen Fußball für so viele Schlagzeilen und wohl auch so große Empörung gesorgt. Der brasilianische Edelkicker Neymar verlässt den FC Barcelona, wo er mit Messi und Suarez eines der besten Sturmtrios aller Zeiten gebildet hatte. Und zwar nach Frankreich, wo er in Zukunft für Paris Saint Germain spielen wird. Die Abslösesumme für den Superstar beträgt 222 Millionen Euro. Als Ziffer sieht das so aus: 220.000.000. Für einen einzigen Fußballer. Und da kommen für den arabischen Besitzer des französischen Klubs noch Gehälter, Steuern und Prämien dazu. Insgesamt wird der Deal also rund eine halbe Milliarde Euro verschlingen, und das ist für einen wie Nasser Ghanim Al-Khelaifi noch gar nicht einmal besonders erwähneswert. Originell ist ja, dass der FC Barcelona bei der Vertragsverlängerung für Neymar die 222 Millionen nur als astronomische Phantasiesumme festgelegt hat. Als in Zahlen gegossene Botschaft, die da lautet: Unverkäuflich! Das ist nun obsolet. PSG hätte vermutlich auch das Doppelte oder Dreifache bezahlt, um Neymar nach Paris zu holen, weil man dort endlich die ganz großen Triumphe feiern will. Es ist daher verständlich, wenn die Apokalyptiker in Anbetracht solcher obszönen Beträge mehr denn je laut die Frage stellen, wie sehr der Fußball gerade dabei ist, sich als System zu zerstören. Zumal in diesem Fall auch noch die gerade erst geschaffenen Fairness-Regeln mit geschäftsrechtlichen Spitzfindigkeiten umgangen wurden. Die Verfechter des freien Marktes halten nun also auch in nie erlebter Entschlossenheit dem Fußball den Spiegel vor, darin zu erkennen ist eine Fratze, die vor allem den vielen Fußballfans weltweit, die Tag für Tag hart arbeiten müssen, um sich die Freude von Jahreskarten leisten zu können, die Anklage entlockt: Wie lange und wie sehr wollt Ihr uns noch verarschen? Diese Entwicklung ist extrem gefährlich, und ich denke mir, warum es bis heute noch nie jemandem in den Sinn kam, das Transfergeshäft mit einem Mindestmaß an Wohltätigkeit zu koppeln. Denn würde beispielsweise fünf oder zehn Prozent jeder getätigten Transfersumme an Unicef oder andere Organisationen überwiesen, dann hätten die Menschen wenigstens im Ansatz das Gefühl, der Sport würde seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Im Fall von Neymar wären das zwischen 11,1 und 22,2 Millionen Euro. Nur zum Vergleich: Die Republik Österreich zahlte im Jahr 2015 rund 5,3 Millionen Euro an das World Food Programm. Der Wille, Neymar im Team habern zu wollen, würde bei Umsetzung dieses Fußballgesetzes solche läppischen Beiträge locker verdoppeln. Und den Zorn zügeln. Weltweit.
 

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01.08.21:43
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Zu vulgär

Das ist alles so durchgeknallt, kein Drehbuchautor einer Polit-Persiflage könnte sich das besser ausdenken. Nach nur zehn Tagen im Amt hat der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Anthony Scaramucci, seinen Posten wieder abgegeben. Grund für die Entscheidung waren offenbar vulgäre Äußerungen Scaramuccis über hochrangige Mitarbeiter des Weißen Hauses. Präsident Donald Trump halte die Kommentare Scaramuccis für "eine Person in dieser Position für unangemessen" und habe diese Bürde nicht dem neuen Stabschef auferlegen wollen, sagte die Sprecherin. Trump verurteilt vulgäres Verhalten, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Sehr lustig fand ich jedenfalls einen Kommentar auf Facebook, der etwa lautete: "In den USA gibt es jetzt ein neues Zeitmaß. Zehn Tage sind ein Scaramucci."

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24. Oktober 2017, 20 Uhr

Paaradox im Rabenhof

"Du machst mich wahnsinnig" war früher einmal ganz anders gemeint
Live auf der Bühne: Das Kolumnisten ...
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