Tagebuch Alle ausklappen Alle einklappen

25.11.18:12
TAGEBUCH

Tag 330 - Schröcksnadel ... so erbärmlich

Vor etwa zwei Jahren schrieb ich über den Präsidenten des Österreichischen Skiverbands das: Der Schröcksnadelpeter, Österreichs verhaltensauffälliger Skipräsident, dem wir die Erkenntnis verdanken, dass "die Sprache der Frau eine andere als wie die des Mannes ist", hatte in seiner Funktion als Mann wieder einmal eine Idee. Er will die Skidamen auf ein Schminkseminar schicken. Gut so. Bravo Chef! Es wird echt höchste Zeit, dass unsere Trutschen (oder sagt man im Alpenjargon besser Dirndln?) bei den Zielraum-Interviews nicht mehr gar so perchtig in unsere Wohnzimmer glotzen. Rouge und Lidstrich statt rote Kältebackerln auf blasser Haut, das wollen wir sehen, und das freut natürlich auch die Sponsoren. Apropos, wenn wir schon dabei sind: Müssen diese Skianzüge unbedingt immer noch sein? Man denke bitte vermarktungstechnisch nur an eine mögliche Schlagzeile vom ÖSV-Medienpartner Krone: "Die neuen Slalom-Bikinis sind da - so sexy sind unsere Schneehaserln!" Unsere wohlgemerkt. Des Skivolkes Dank wäre dem Schröcksnadelpeter sicher. Und ein Denkmal sowieso. Vielleicht sogar als "Hugh Hefner der Berge"!
Es war ein kurzer Text zu jenem Weltbild des "Idi Alpin" (Copyright Dieter Chmelar), wie er sich wieder und wieder aufgedrängt hat. Wenn für jemanden der von Feministinnen oftmals verwendete despektierliche Ausdruck des alten, weißen Mannes als Symbolfigur des unverbesserlichen Ewiggestrigen eine passende Entsprechung finden kann, dann ist es ganz sicher der Schröcksnadelpeter. Und wie zur Bestätigung zementierte der mächtige Bergschrat diese Einschätzung nun wieder ein. Denn statt den Fall Nicola Werdenigg, die sehr detailiert Übergriffe im Skizirkus, bis hin zur Vergewaltigung, an die Öffentlichkeit brachte, respektvoll wahrzunehmen und die einzig wahre Reaktion zu zeigen, tat er, was er so oft und so verlässlch tut. Nämlich Widerliches. Er nahm die erschütternden Erzählungen nicht zum Anlass, alle Maßnahmen zur restlosen Aufklärung anzukündigen (wenn er schon nichts von dem grauamen Treiben wusste) sowie die kämpferische Ansage zu tätigen, dass unter seiner Regentschaft derlei nie, nie, nie mehr passieren dürfe und werde. Statt dessen drehte er den Spieß um und betrieb, wie es ihm sein Bauch (wider jeden Verstand) diktierte, gnadenloses Victimblaming. Das heißt: Der Schröcksnadelpeter dachte sich in seiner Einfalt, dass er sich den entstandenen Generalverdacht gegen Trainer, Betreuer, Serviceleute und andere Kollegen nicht gefallen lassen würde. Und stellte jener Frau, die ihren ganzen Mut zusammengenommen hatte, um ohne persönliches Anprangern einen Misstand im System aufzuzeigen, allen Ernstes ein Ultimatum: Sie möge bis Ende November Namen nennen, andernfalls müsste sie mit rechtlichen Schritten rechnen (bitte auch den klugen offenen Brief von Euke Frank dazu lesen). So läuft das nämlich. Unter Druck setzen ist der Reflex. Einschüchtern. Um allenfalls auch andere Opfer zu verständigen, was ihnen blühen würde, sollten sie auf eine ähnliche Idee wie Werdenigg kommen oder gar deren Aussagen über die Abgründe im Skiverband bestätigen. Ich bin der Meinung, dass der Schröcksnadelpeter, der sich seit Jahrzehnten politischer Rückendeckung sicher sein kann, trotz seiner unbestreitbaren Verdienste um den Skiverband lange schon aus vielen Gründen untragbar ist. Jetzt ist er es wie noch nie zuvor. Ein Rücktritt wäre mehr als überfällig. Aber genau deshalb wird er nicht passieren.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
24.11.21:20
TAGEBUCH

Tag 329 - Das Schulz-Dilemma

Wüsste man nicht, dass es sich um die deutsche Sozialdemokratie handelt, man würde meinen: So etwas gibt es echt nur in Österreich. Am Wahlabend der historischen Niederlage noch donnerte SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz in die Menge, dass der Gang seiner Partei in die Opposition das einzig gültige Gebot der Stunde und alternativlos sei. Dafür gab und gibt es in der Tat gute Argumente. Dennoch schien die ultimative Entschlossenheit auch aus taktischer Sicht ein wenig verfrüht. Es gilt nicht umsonst als guter Ratschlag, mindestens eine Nacht zu schlafen, ehe man einen Weg verkündet. Und prompt: Jetzt, wenige Wochen später, und unmittelbar nach dem Platzen der Jamaica-Option, geraten die Roten wegen genau dieser Ansage und der damit verbundenen Weigerung, Verantwortung für das Land zu übernehmen, in eine gerade zu dramatische Zwickmühle. Denn auch für die Wiederaufnahme einer Großen Koalition gab und gibt es gute Argumente. Aber das öffentlich zur Schau gestellte Wanken passt so richtig zu der Performance der vergangenen Monate. Faktum ist, so formuliert es der Spiegel: "Die Sozialdemokraten machen in diesen Tagen nicht besonders viel richtig. Sie kommunizieren vielstimmig und finden, im Chor und auch als Solisten, nicht den angemessenen Ton. Warum, dies ist das wesentliche Dilemma, hat eigentlich Martin Schulz zweimal, am Wahltag und nun, nach dem Ende der Jamaika-Sondierungen, eine Große Koalition maximal kategorisch ausgeschlossen? Warum hat er jetzt in solcher Eile für einen einstimmigen Vorstandsbeschluss gesorgt, ohne die Haltung der sich gerade erst findenden neuen Fraktion oder jene der Partei mitzudenken? Und wieso eigentlich hat er diese Klarheit nicht vor der Wahl gefunden, wieso schloss die SPD die Große Koalition dann nicht damals im Wahlkampf aus?" Und so passiert, was für jeden Strategen der Albtraum schlechthin ist. Nur ein paar Tage, nachdem sich vier Fraktionen nicht über ein Regierungsprogramm einigen konnten, wird im ganzen Land über eine fünfte Fraktion geredet und gespottet - die SPD. Was für ein Kommunikationsdesaster. Als Folge einer persönlichen Trotzigkeit, die in den Stunden der Wahlschlappe definitiv zu wenig reflektiert wurde. Denn jetzt nämlich soll die Schulz-Partei im Sinne der deutschen Stabilität einspringen, was sich auch viele Genossen im Land wünschen. Aber ein Rückzieher wäre andererseits der klassiche Kaugummi, der für immer am Schuh des Spitzenkandidaten kleben würde - wieviel Glaubwürdigkeit kann so jemand haben? Umso mehr wollen die Roten jetzt Kanzlerin Merkel zur Minderheitsregierung drängen, denn das Stützen einer solchen wäre nicht jener Gesichtsverlust, der im Falle einer Rückkehr an den Verhandlungstisch drohen würde. Gleichzeitig erhöht der Bundespräsident den Druck, um das Neuwahl-Gespenst zu vertreiben. Denn ein Player wie Deutschland kann und will es sich nicht leisten, zu Zeiten europäischer Reformvorhaben und Brexit-Planspiele nicht hundertprozentig handlungsfähig zu sein. Die SPD hat sich jedenfalls keine HIntertür offen gelassen, wiewohl jeder politische Anfänger um die Bedeutung von Exit-Strategien weiß. Gleichzeitig hatten so viele Menschen immer wieder Ecken, Kanten und klare Ansage gefordert, dass es wohl massiv unfair wäre, bei erstbester Umsetzung dieser Schärfe Fassungslosigkeit zu formulieren. Was passiert also: Martin Schulz wird eine Urabstimmung inszenieren. Eine andere Möglichkeit, den Spagat zwischen kämpferischem Nein und scheinbar verwantwortungslosem Ja gibt es nicht. Beschädigt ist der SPD-Chef so oder so. Weshalb die Idee einer Neuwahl vermutlich kaum in dessen Interesse liegen kann. Das eint ihn mit Angela Merkel, die vermutlich die Zahl der Kompromisse drastisch erhöhen würde, um dieses Szenario oder eine komplizierte Minderheitsregierung samt mühevollem Parlamentarismus zu vermeiden. Die Zeichen in Deutschland stehen also ganz offensichtlich auf GroKO reloaded. Und die Kanzlerin wird sich vier weitere Jahre an der Spitze sichern. Und dann? Wird vor allem die SPD eine sehr, sehr gute Idee benötigen.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
23.11.16:11
TAGEBUCH

Tag 328 - Adieu Rabenhof!

Es ist so weit. Wir ziehen aus. Wir verlassen unser wunderbares Wohnzimmer im Gemeindebau-Theater. Seit Oktober 2014 haben Gabriele Kuhn und ich dort unser Paaradox-Programm zur Aufführung gebracht. Geplant waren damals zwei Shows. Geworden sind es neununddreißig. Ja, 39! Darauf blicken wir mit allergrößter Freude, mit Hingabe, mit Stolz zurück. Und auch mit besonderer Demut. Danke an Direktor Thomas Gratzer, der nicht nur die Bühnen-Vision hatte, sondern auch im Verbund mit einem grandiosen Team uns immer wieder gestärkt und getragen hat. Und danke vor allem an die vielen, vielen Menschen, die uns über die Jahre besucht und begleitet haben. Ein so großes Publikum zu erreichen, hätten wir uns im Traum nicht vorstellen können. Es war uns ein Fest.Tiefe Verbeugung. Am kommenden Dienstag (28. 11. 20 Uhr) werden wir dieses Programm im Rabenhof definitiv zum letzten Mal inszenieren. Das wird wohl ein sehr spezieller Abend mit sehr speziellen Gefühlen (gnä Kuhn hat jetzt schon feuchte Augen). Danach werden wir auch 2018 weiterhin auf vielen interessanten Bühnen des Landes mit einem längst weiterentwickelten Programm auftreten, gleichzeitig aber auch leidenschaftlich eine neue Paaradox-Idee entwerfen. Die nach einer mindestens einjährigen Pause Premiere haben wird. Wo? Eh klar, im Rabenhof! In liebevoller Verbundenheit. Zumal es dort für die Zuschauer jetzt sogar gepolsterte Sessel gibt. In so ein Gemeindebau-Wohnzimmer kehren wir natürlich gerne zurück. So long, hoffentlich sehen wir einander wieder. Und was ich immer sage: Unbedingt fröhlich bleiben! Wenn wir miteinander und übereinander lachen können, ist schon verdammt viel gewonnen.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
22.11.22:48
TAGEBUCH

Tag 327 - Kira Grünbergs Auto

Natürlich darf man darüber diskutieren. Das Problem ist nur, dass wir in einer Zeit leben, in der eine sachliche Auseinandersetzung offenbar nicht mehr möglich ist. Statt dessen ist die Gehässigkeit das Gebot der Stunde. Die ÖVP-Abgeordnete Kira Grünberg, die als ehemalige Stabhochspringern nach einem tragischen Trainingsunfall gelähmt im Rollstuhl sitzt, hat von Opel ein Auto, einen neuen Insignia, geschenkt bekommen. Zu dieser Aktion habe sich das Unternehmen einst nach dem Unfall entschieden, die Übergabe erfolgte dieser Tage. Der ÖVP-Klub betonte augenblicklich, dass die Aktion freilich nichts mit Grünbergs politischer Tätigkeit zu tun habe. Das Unternehmen hätte Grünberg das Angebot 2015, also lange vor dem Angebot von Sebastian Kurz, als Kandidatin für das Parlament anzutreten, im Zuge des "Tages des Sports" gemacht. Bis es nun so weit war (und Grünberg mit Auto und symbolischem Riesenschlüssel posierte), dauerte es rund zwei Jahre. In der Presseaussendung von Opel meinte die Neo-Abgeordnete: "Ich bin begeistert, dass Opel Österreich mich mit einem brandneuen Insignia beschenkt - neben der gewohnten deutschen Qualität überzeugt mich die sportliche Limousine vor allem durch ihre Wertanmutung und technischen Highlights." Das klingt jetzt nicht unbedingt nach sponatnem Gefühlsausbruch, sondern eher nach werksmäßig getunten Stehsätzen, aber das ist vernachlässigbar. Denn nun entbrannte die Debatte darüber, ob sie das dürfe. Als Parlamentarierin ein Geschenk dieser Kategorie annehmen, wo doch die bekannt strengen Compliance-Regeln für Österreichs Politiker gelten, mit einer Obergrenze von 30, 40, maximal 50 Euro, also in der Größenordnung eines Mittagssnacks im Restaurant. Und dennoch: Rein gesetztlich ist es nicht zwingend verboten. Weshalb man eher über moralische Verpflichtungen reden soll und darf. Dazu hätte dann vermutlich auch jeder eine klare Meinung: Nein, spätestens ab dem Zeitpunkt, wo klar war dass Kira Grünberg in den Nationalrat einziehen wird, kann sie so ein Geschenk nicht mehr annehmen, wenn sie auch nur im Mindesten den Anschein von Vorteilsannahme und Befangenheit vermeiden will. Es ist nur so, dass ihr Schicksal der schweren Behinderung geradezu reflexartig eine zweite Meinung gestattet. Wenngleich auch diesbezüglich attestiert werden muss, dass Opel ja nicht irgendeiner Rollstuhlfahrererin so großzügig entgegenkam. Sondern einer werbewirksamen Sportlerin (einst) bzw. einer werbewirksamen Politikerin (jetzt). Dennoch ist meine Betrachtungsweise klar: Privat sei Grünberg tatsächlich jede Vergünstigung und Unterstützung, die sie kriegen kann, von Herzen gegönnt. Und auch beruflichen muss gewährleistet sein, dass sie ihr Mandat bestmöglich ausüben kann, beispielsweise mit einem entsprechend ausgestatteten Dienstfahrzeug. Aber als angelobte Mandatarin kann sie in meiner Wahrnehmung niemals ein Auto als Geschenk annehmen, ohne in den Verdacht potenzieller Korruption, die auch körperlich beeinträchtigten Menschen möglich ist, zu geraten. Einerlei, zu welchen Zeitpunkt das Präsent angeboten wurde. Daher sei in diesem Zusammenhang auch erwähnt: Politische Redlichkeit hat exakt nichts mit Neid zu tun. Missgunst? Was für ein blödsinniges Argument. Umso absurder wird es daher, dass ausgerechnet die Kronen Zeitung in dieser Sache die Menschlichkeit der Neidgesellschaft vermisst. Jenes Boulevard-Blatt also, das jeden (ohnehin nicht ausgehändigten) Essensgutschein für Kriegsflüchtlinge im Verbund mit den blauen Hetzern zu einem Skandal aus der Rubrik "Ihr kriegt nix, und die kriegen alles" aufgeblasen und jede Menschlichkeit auf dem Altar des Populismus geopfert hat. Dafür wiederum kann Kira Grünberg nicht das geringste. Sie sollte lediglich darüber nachdenken, ob sie mit so einem vermeintlichen Sündenfall ihre politische Karriere beginnen will. Und die ÖVP sollte ihr beim Nachdenken allenfalls helfen.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
21.11.23:49
TAGEBUCH

Tag 326 - Der falsche Text

Ich habe keine Ahnung, wieviele Auftritte ich als Paaradox-Mann in den vergangenen drei Jahren schon hatte. Und dazu kamen in diesem Jahr dankenswerterweise auch viele Einsätze mit meinem Solo-Programm. Aber eines ist mir noch nie passiert. Ich habe zwar schon einmal versehentlich begonnen, den Text meiner Frau (den sie eine Minute zuvor gelesen hat) vorzutragen, bin aber nach zwei, drei Sätzen eh schon draufgekommen, dass hier etwas nicht stimmt. Zu meiner Ehrenrettung muss ich lediglich erwähnen, dass dieser Lapsus bei der Premiere im Rabenhof passierte, und damals war ich so aufgeregt, als müsste ich die Matura ohne jede Vorbereitung (also eh wie damals) noch einmal bestehen. Dass ich jedoch jetzt, nach so vielen bewältigten Abenden, nach der Pause auf der Bühne sitze, mich nach einem Standup für den zweiten Teil bereit mache und plötzlich erkennen muss, dass ich sämtliche Unterlagen aus Teil eins vor mir liegen habe, das ist neu. Und man möge mir unbedingt glauben, es war ein Adrenalinstoß vom Feinsten. Ich starrte auf das Papier, ließ meiner Emotion freien Lauf und rief spontan: "Das darf jetzt aber nicht wahr sein." Und danach blieb mir nichts anderes übrig als die Wahrheit zu sagen und anzufügen: "Ich werde jetzt in die Garderobe laufen und meine richtigen Kolumnen holen. Ich bitte Sie um einen Augenblick Geduld und würde Sie bitten, sich in der Zwischenzeit still zu beschäftigen." Sonst fiel mir nichts ein. Und ich habe später auf der Heimfahrt noch lange überlegt, was ich in so einer Situation hätte sagen sollen. Im Kampf um Originalität. Tatsache war, dass ich durch das Theater gesprintet bin, in die Garderobe, die Textstapel getauscht, und hopp, hopp zurück auf die Bühne. Ich war natürlich völlig außer Atem und durchaus ein bisserl von der Rolle, aber die Menschen im Publikum haben mir durch ein Übermaß an Fröhlichkeit zu verstehen gegeben, dass sie die Einlage nicht als störend, sondern als Bereicherung empfunden haben. Es stimmt also, was mir Robert Palfrader einmal gesag hat: "Oida, bau' irgendeinen Schas ein, die Leute lieben Fehler, das macht Dich menschlich." Damals habe ich in meiner Naivität gelernt, dass unter Profis so manches Hoppala tatsächlich Teil der Inszenierung ist. Die Kunst ist es, genau das niemals so aussehen zu lassen. Und nach der Vorstellung hat mich eine Dame dann wirklich gefragt, ob das mit den falschen Texten einstudiert war. Und ich durfte aufrichtig antworten: Nein. Und den Gedanken, das Malheur in Zukunft als Showeffekt einzubauen, werde ich ganz sicher nicht weiterverfolgen. Denn in meiner Wahrnehmung würde das meine Authentizität gefährden. Und das will ich auf keinen Fall riskieren.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
20.11.23:36
TAGEBUCH

Tag 325 - Moser-Prölls Ignoranz

Es ist schon immer wieder erstaunlich, welche Mechanismen der Ignoranz in Kraft treten können, wenn Menschen durch eine Dynamik aus ihrer Komfortzone geholt werden. So hat jetzt Nicola Werdenigg in einem extrem berührenden und irritierenden Kommentar für den Standard sehr genau geschildert, wie es ihr als junger Skirennläuferin (aus dem berühmten Zillertaler Spieß-Clan) ergangen ist. Sie schildert zahlreiche sexuelle Übergriffe, bis hin zu Vergewaltigungen durch Trainer, Betreuer und andere Angehörige des Skiverbands. Es ist ein umfassendes und erschütterndes Dokument, welche Martyrien Frauen auf systematische Weise erleben mussten, und wie oft sie der Karriere zu Liebe geschwiegen haben, wenn sie von Vertrauenspersonen gnadenlos missbraucht wurden. Ich kenne Nicola seit sehr, sehr vielen Jahren. Ich kenne sie als kluge, witzige, weltoffene Persönlichkeit, mit der ich nicht nur gemeinsam über die Pisten geflitzt bin, sondern die ich auch durch viele interessante Gespräche schätzen gelernt habe. Ihr Geständnis, nach Jahrzehnten ausgelöst durch die aktuelle #metoo-Bewegung, hat mich tatsächlich tief getroffen. Ich wusste nichts davon, und ich bewundere sie für ihren Mut, den Finger tef in die (persönliche) Wunde zu legen. Mehr noch, weil gerade der Skisport in diesem Land ein unantastbares Wesen zu sein schien. Jetzt wird eine Fratze sichtbar, die von manchen schon sehr lange vermutet worden war, und an der es von nun an keinen Zweifel mehr geben sollte. Präsident Peter Schröcksnadel hat selbstverständlich sofort festgehalten, dass er keine Ahnung von solchen Vorgängen hatte, und daran will ich jetzt auch glauben. Zumal er auch Recherche und Aufklärung angekündigt hat. Aber kaum war Werdeniggs Offenheit Realität, meldeten sich schon die Beschwichtiger und Leugner. Eh klar, wie immer, genau das ist ja ein Teil des Problems. Wäre es dann nicht auch noch Annemarie Moser-Pröll, Österreichs erfolgreichste Skifahrerin aller Zeiten, gewesen, die leider nicht von der Möglichkeit des Schweigens Gebrauch gemacht hat. Statt dessen kommentierte sie die Vorwürfe auf eine Art, wie sie blöder und jenseitiger kaum sein konnte. Sagenhaft, wie wenig Gefühl für Solidarität und wie viel Verteidigungsreflex eine solchen Persönlichkeit entwickeln kann. So sprach sie wörtlich: "Das ist ja nicht so aus der Welt, dass sich nicht auch Pärchen finden im Kader. Nehmen wir her eine Rosi Mittermaier und einen Christian Neureuther, die haben sich ja auch kennengelernt durchs Skifahren. Oder eine Marlies Schild und ein Benni Raich ... die sind auch nicht vergewaltigt worden. Da g'hören allerweil zwei dazu. Mir tut es leid für die Trainer und die Betreuer und die Serviceleute, weil die Leute, die alles geben haben, dass wir Erfolge haben, jetzt in ein schlechtes Licht gerückt werden." Kein Wort des Mitgefühls für eine weibliche Kollegin. Weniger als Annemarie Moser-Pröll kann man vermutlich kaum begreifen. Für Nicola Werdenigg muss das unendlich deprimierend sein.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
19.11.23:58
TAGEBUCH

Tag 324 - Krise statt Jamaica

Wahnsinn! Das war schon ein ziemlicher Knalleffekt. Ich gestehe ja, dass ich es auf die eine oder andere Weise immer so erwartet hätte. Aber zuletzt in Berlin saßen wir mit einer Bundestagsabgeordneten in einem Kaffeehaus, und sie versicherte uns: "Wir werden das schon stemmen." Sie hat sich dramatisch geirrt. "Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren", sagte FDP-Parteichef Christian Lindner und erklärte so den Ausstieg seiner Partei aus den Sondierungsgesprächen mit CDU, CSU und den Grünen. Der aktuelle Verhandlungsstand bestehe aus "Formelkompromissen" und stelle erhebliche Ausgaben auf Kosten der Bürger in Aussicht. Den vier Verhandlungspartnern fehle eine gemeinsame Vertrauensbasis. Womit allen Skeptikern der Jamaica-Option recht gegeben wurde, die stets behauptet hatten: Es sitzen nicht drei, sondern in Wahrheit vier Fraktionen am Verhandlungstisch, und das könne nicht oder nur mit extrem faulen Kompromissen gut gehen. Die Reaktionen auf das plötzliche Ende der Gespräche folgten rasch. Bundeskanzlerin Angela Merkel meinte, sie würde die Entscheidung der FDP bedauern und wollte festgehalten wissen, dass CDU und CSU zusammen nichts unversucht gelassen hätten, um eine Lösung für alle Beteiligten zu finden. Dabei habe man viel erlebt, vor allem auch "sehr unterschiedliche Kulturen von Verhandlungsstilen". Die Grünen seien "mitunter etwas gewöhnungsbedürftig" und die FDP sei "sehr entschieden" aufgetreten. Dennoch habe sie die Parteien auf einem Pfad zu einer Einigung gesehen. Dass Merkels Position nun entscheidend geschwächt ist, steht für alle außer Frage. Auch CSU-Chef Horst Seehofer bedauerte den Ausstieg der FDP, wiewohl seine Strategie in den vergangenen Wochen nicht nur im Sinne der Republik gewesen sein dürfte. Immerhin muss er im kommenden Jahr eine Landtagswahl bestreiten, und wir wissen aus österrechischer Erfahrung: Land kommt bei den Regionalkaisern am Ende dann doch immer vor Bund, erst recht in der Frage der Flüchtlingspolitik. Dennoch meinte er, eine Einigung sei aus seiner Sicht nahe gewesen, "auch in der ganz schwierigen Frage der Zuwanderung". Was wohl nur wenige Beobachter in dieser Form bestätigen werden. Im Erfolgsfall hätte jedenfalls eine Jamaica-Regierung helfen können, die Polarisierung der deutschen Gesellschaft zu überwinden und radikale Kräfte zurückzudrängen. Nun ja ... hätte. Auch immer eine spannende Aussage in Anbetracht des Dauerbefeuerns von Ängsten. Bezeichnend für unsere Zeit ist aber die inhaltliche Auseinandersetzung, die kein positives Ende fand. Bis zuletzt hatte es mehrere strittige Punkte gegeben, etwa bei der Energie- und Finanzpolitik. Entscheidend war dem Vernehmen nach aber in erster Linie der permanente Dissens in der Flüchtlingspolitik, vor allem zwischen CSU und FDP auf der einen und den Grünen auf der anderen Seite. Letztere hatten gefordert, dass auch Flüchtlinge, die nur einen reduzierten, also subsidiären Schutzstatus haben, Ehepartner und minderjährige Kinder zu sich nach Deutschland holen dürften. Im Gegenzug hatte die Partei angeboten, einen Zuzug von bis zu 200 000 Flüchtlingen pro Jahr als - Achtung, auch eine sonderbare Formulierung - "atmenden Rahmen" zu akzeptieren. Die CSU hingegen war strikt gegen einen Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus und wurde dabei von den Liberalen unterstützt. Erschreckend, dass es tatsächlich so weit kommen konnte, dass Regierungsgespräche an einer solchen Frage scheitern können. Ein wichtiges Thema, ganz klar. Aber im Verhältnis zu den größten Herausforderungen unserer Zeit (Stichwort Digitalisierung) vor allem von Emotionen verwässert. Die bedeutende Frage in Deutschland lautet daher nun: Was jetzt? Eine Minderheitsregierung (aber von wem konkret gestützt)? Doch noch eine große Koalition (falls sich die SPD den nun völlig neuen taktischen Voraussetzungen folgend allenfalls wieder an den Tisch zurückbegibt)? Oder Neuwahlen? Fix ist nur: Das mächtige Deutschland schlittert derzeit in eine echte Krise. Man möchte meinen, es geschah ohne Not. Aber in Wahrheit entfalten die 13 Prozent für die AfD bei der Wahl erst jetzt ihre Wucht. Der politischen Schlaf von gestern lässt Deutschland heute in der Sackgasse aufwachen.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
18.11.20:09
TAGEBUCH

Tag 323 - Das unlustige Bauernopfer

Es sind oft diese kleinen, aber doch irgendwie tückischen Geschichten, die ich auf eine sehr spezielle Weise mag. Zum Beispiel die vom so genannten "EU-Bauer". Der nämlich, im richtigen Leben als Manfred Tisal bekannt, wird in Zukunft nicht mehr beim Villacher Fasching auftreten (dürfen). Das gab - ach, wie beeindruckend ich diese staatstragenden Erklärungen in diesem Land finde - die Faschingsgilde gestern bekannt. Der offizielle Grund für das EU-Bauern-Opfer ist Tisals Alter. So sagt er: "Ich werde im Jahr 2018 mein 65. Lebensjahr und damit das Pensionsalter erreichen. Die beste Zeit zu gehen". Mit den Sanktionen des ORF, der den Villacher Schwachsinn seit Jahren mitproduziert und sendet, hat das natürlich nicht das Geringste zu tun. Nur zur Erinnerung: Das Fernsehen hatte Tisal im Sommer eine Zwangspause für dessen Radiosendung "Kuhmentare" verordnet, nachdem dieser im Internet mit einem jenseitigen Kommentar gegen Flüchtlinge für Aufregung gesorgt hatte. Auf Facebook schrieb der Comedy-Dauerrenner, der auch gerne bei FPÖ-Veranstaltungen (u. a. beim Politischen Aschermittwoch in Ried) auftrat, von "Asylanten mit Adidas-Schuhen, Nike-Leiberln und Diesel-Jeans mit Smartphones" und darüber, dass Flüchtlinge alle diese Dinge "gratis bekommen". Das ist in so vielerlei Hinsicht blöd, dass die Konsequenzen eines öffentlich rechtlichen Rundfunks nur logisch und richtig waren. So sehr sich auch die Leserbriefschreiber der Kronen Zeitung tagelang darüber empörten. Aber sogar diese letzte endgültige Scheidung ging nicht friktionsfrei über die Bühne. Denn die mediale Darstellung, dass die Gilde ihren Frontrunner verabschiedet hätte, wurde augenblicklich dementiert. Manfred Tisal habe nämlich "als unser Vereinsmitglied für sich beschlossen, seine Karriere als Akteur bei uns zu beenden und als EU-Bauer auf der Gildenbühne in Pension zu gehen." Von sich aus, na gut. Als ob das nicht völlig wurscht wäre. Mir sowieso, da ich den alljährlichen Villacher Bunten Abend mit Peinlichkeitshintergrund weder mit EU-Bauer noch ohne angesehen habe. Mein Zugang war oft einmal nur: Zehn Minuten gebe ich mir. Ohne Wenn und Aber. Um einen seriösen Eindruck über das Faschingsverständnis, das zum traditionellen Quotenhit gereift ist, zu gewinnen. Und mir niemand nachsagen könnte, ich möge doch erst schauen und dann urteilen (während ich mir vor Lachen auf die Schenkel klopfe). Die Wahrheit ist, ich habe auch den EU-Bauer in Action gesehen. Seitdem weiß ich, dass der einzig wahre Rücktrittsgrund lauten müsste: Nicht lustig. Gar nicht lustig. Bitte unbedingt aufhören! Danke. Villach – Der als "EU-Bauer" bekannte Manfred Tisal wird nicht mehr beim Villacher Fasching auftreten. Das gab die Faschingsgilde am Freitag bekannt. Offizieller Grund ist Tisals Alter. "Ich werde im Jahr 2018 mein 65. Lebensjahr und damit das Pensionsalter erreichen: die beste Zeit zu gehen", wird der Darsteller zitiert. Der ORF hatte Tisal im Sommer eine "Sendepause" für dessen Radiosendung "Kuhmentare" verordnet, nachdem dieser im Internet mit einem Kommentar gegen Flüchtlinge für Aufsehen gesorgt hatte. Auf Facebook schrieb Tisal von "Asylanten mit Adidas-Schuhen, Nike-Leiberln und Diesel-Jeans mit Smartphones". Flüchtlinge sollen diese Dinge "gratis bekommen", behauptete Tisal. Er erwähnte außerdem seinen Vater, der im Zweiten Weltkrieg "für sein Land gekämpft" habe und "bis zu seinem Tod nur mit Worten belohnt" worden sei. Tisal trat daraufhin bei mehreren FPÖ-Veranstaltungen auf. Schon 2006 hatte er für das Vorprogramm des "Politischen Aschermittwochs" der FPÖ in Ried im Inkreis gesorgt. (APA, red, 17.11.2017) Hinweis Die Villacher Faschingsgilde verwehrt sich gegen den ursprünglichen Titel dieses Artikel. "Wenn derStandard.at titelt 'Villacher Fasching trennt sich von "EU-Bauer' Manfred Tisal' dann ist das inhaltlich völlig falsch und wird hiermit seitens der Villacher Faschingsgilde klar zurückgewiesen", schreibt uns der "Presseminister" Andreas Schwerer. Manfred Tisal habe "als unser Vereinsmitglied für sich beschlossen, seine Karriere als Akteur bei uns zu beenden und als EU-Bauer auf der Gildenbühne in Pension zu gehen. Dass wir uns von ihm getrennt hätten entbehrt jeder Grundlage". - derstandard.at/2000068011364/Villacher-Fasching-kuenftig-ohne-EU-Bauer-Manfred-Tisal

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
17.11.13:44
TAGEBUCH

Tag 322 - VdB und die schwarze Liste

Laut Presse geschah es im Rahmen eines Mittagessens, zu dem Rein Oidekivi, der Vertreter des derzeitigen EU-Vorsitzlandes Estland, die Botschafter der 27 EU-Mitgliedsstaaten in Wien in den Festsaal des Hotel Imperial eingeladen hatte. Dabei hat Alexander Van der Bellen coram publico durchblicken lassen, dass er eine türkis-blaue Koalition für die wahrscheinlichste Variante halte und sich auch nicht grundsätzlich dagegen querlegen werde - was in Anbetracht der Mehrheitsverhältnisse wohl auch schwer bis unmöglich zu argumentieren wäre. Gemäß seiner verfassungsrechtlichen Möglichkeiten werde sich der Bundespräsident jedoch vorbehalten, einzelne Minister abzulehnen. Erinnern wir uns noch an Thomas Klestil, der einst die blauen Kandidaten Kabas und Prinzhorn nicht als Minister akzeptiert hatte, um als Gegner einer schwarzblauen Koalition zumindest ansatzweise sein Gesicht zu wahren. Das trug er dann auch mit Staatstrauer-Miene bei der Angelobung spazieren. Dem neuen Kanzler Wolfgang Schüssel war es einigermaßen egal. Wie so vieles, das damals gegen ihn und seine Regierung gerichtet war. Van der Bellen führte jedenfalls vor dem diplomatischen Corps aus, dass er zwei Ämter für "hochsensibel" halte: Und zwar - eh klar - das Innen- und das Außenministerium. Er werde jedoch freilich auch mit Argusaugen darauf achten, wer Justiz- und wer Finanzminister werden soll. Laut Presse ließ er daher schon vor Wochen Dossiers über einzelne FPÖ-Ministerkandidaten anlegen. Gut so. In der Zwischenzeit verwies FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung auf die gute Gesprächsbasis zwischen Parteiobmann Strache und Van der Bellen (was immer er uns damit suggerieren will). Die Verhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP befänden sich jetzt in der inhaltlichen Phase, auf allen Ebenen werde intensiv um die besten Lösungen für das Land gerungen (wa szu befürchten ist). Und: Es wäre laut Kickl in dieser Phase verfrüht, überhaupt über Namen für Ministerämter zu spekulieren. Dass es in den Medien dennoch geschieht, liegt in der Natur der Sache. Zumal ja speziell die Frage, wer aus der FPÖ Minister-Potenzial haben könnte, immer eine Schlagzeile wert ist. Dabei ist das so einfach zu beantworten: Niemand. Ganz ehrlich, ich bin sogar versucht, so nüchtern und sachlich wie es mir möglich ist, darüber nachzudenken, wer aus dieser Partei für ein staatstragendes Amt geeignet sein könnte. Aber mir fällt de facto kein einziger Name ein (für diesbezügliche seriöse Hinweise bin ich dankbar, um nicht den Eindruck zu erwecken, mir ginge es ausschließlich um Polemik). Van der Bellen hat sich offensichtlich schon festgelegt. Er schloss Harald Vilimsky, der eine besondere Nähe zu Marie Le Pen pflegt, ebenso aus wie Johann Gudenus, der einst im Falle der FPÖ-Machtübernahme schon einmal "Knüppel aus dem Sack" angekündigt hatte. Die öffentlichen Diskussionen, vor allem in den sozialen Netzwerken, waren trotz dieser starken Beweislage klarerweise einmal mehr von altbekannter Aggression geprägt. Das war natürlich zu erwarten. Aber sollte mich jemals wer fragen, ob ich es richtig finde, dass der Bundespräsident eine solche schwarze Liste nicht nur führt, sondern auch rechtzeitig offen ausspricht, ich würde nur eines antworten: Ja. Selbstverständlich. Denn genau dafür habe ich ihn gewählt.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
16.11.17:47
TAGEBUCH

Tag 321 - Maurers Mittelfinger

So läuft das in diesem Land, wenn ganz viele Menschen eine Geschichte entweder nicht verstehen, nicht verstehen wollen oder ganz bewusst so drehen, dass sie ihnen zur Bösartigkeit gereicht. Man darf sich aussuchen, was übler ist. So hattte die streitbare Abgeordnete der Grünen, Sigi Maurer, unmittelbar nach der Gewissheit, dass ihre Partei aus dem Parlament fliegen würde, via Twitter ein Posting abgesetzt. Unter ein Bild von einem Balkon-Tisch, auf dem eine Flasche Prosecco und ein paar Gläser standen, schrieb sie: "Wir betrinken uns mal auf dem Balkon vom noch-grünen Parlamentsklub. Ich war echt sehr gerne Abgeordnete." Die Idee der Botschaft war klar: Es handelte sich um einen Ausdruck von besonderer Melancholie. Das wurde auch von den meisten so aufgenommen. Lediglich ein Standard-Journalist fühlte sich bemüßigt, als moralische Instanz aufzutreten und führte eine heftige Diskussion über die Unmöglichkeit, als Parlamentarierin ein Besaufen zu offenbaren. Das geschah vor einem Monat, und die aggressiven Vorwürfe gegen Maurer waren vor allem eines: Fern jeder Verhältnismäßigkeit. Umso nachvollziehbarer war daher nun die späte Reaktion (nach dem endgültigen Auszug aus den Räumlichkeiten, im Bewusstsein, dass der politische Weg hier und jetzt enden würde). Maurer postete ein Foto, auf dem sie ein Glas Prosecco in der einen Hand hält und mit der anderen den Mittelfinger zeigt. Text: "to the haters in love" Das mögen die einen als übertriebes Statement betrachten, die anderen aber als Rache mit Augenzwinkern. Was es auf keinen Fall ist: Eine Aufregung wert. Die setzte aber prompt ein. Und wer führte sie mit geradezu dumpfer Verlässlichkeit an? H. C. Strache, mit dem Boulevard im Schlepptau. Der FPÖ-Chef schrieb: "Echt niveaulos, echt Grün!" und befeuerte damit einmal mehr den Hass auf die ohnehin schon zertrümmerten Erzfeinde (man lese die Kommetare dazu ... oder beser nicht). Dass er die Vorgeschichte unerwähnt ließ, muss an dieser Stelle nicht näher ausgeführt werden, weil: Eh klar. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass der gleiche Strache die Geschichte des Tullner Bezirksobmanns, der es trotz altbekannter Hitlergruß-Fotos auf die FPÖ-Bundesratsliste geschafft hatte, nicht einmal mit einem Wort erwähnte. So dehnbar ist der Niveau-Begriff. Die Demontage des Wiederholungstäters folgte dann natürlich heimlich, still und leise, nachdem der öffentliche Druck wieder einmal zu groß geworden war. Und noch interessanter ist, dass sich Strache zwar über einen Mittelfinger effektvoll echauffieren kann, seine drei Finger, mit denen er einst als Burschenschafter und Wehrsportler Bier bestellte hatte, aber in die Kategorie Alltagsblödheiten einordnete. Heißt: Die Gehässigkeit wieder besseres Wissen bleibt eine blaue Trademark. Und dass die üblichen verdächtigen Zeitungen geifernd mitmachen, passt ins Bild. So ist das, wenn die Erbärmlichkeit zum System geworden ist.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
15.11.20:12
TAGEBUCH

Tag 320 - Das Einparkmanöver

Notiz auf Facebook, heute geschehen im ersten Bezirk im Anschluss an einen Termin.
Ich stehe beim Würstelstand am Hohen Markt, esse eine Käsekrainer und beobachte plötzlich eine Szene am Übergang zur Wipplingerstraße. Ein Lenker versucht, sein Auto mit einem Tiroler Kennzeichen in einen ziemlich knapp bemessenen Parkplatz zu manövrieren und scheitert dabei kläglich. Er fährt immer wieder raus, rein, vor, zurück, aber der Winkel will einfach nicht passen. Hinter ihm hupt der Bus, hupen immer mehr Autos. Ich sehe über die Straße hinweg seine fast schon dramatisch hektischer werdenden Bewegungen. Offensichtlich kämpft er mit aller Leidenschaft um den Parkplatz. Wer jemals in Wien Innenstadt nach langer Suche endlich erfolgreich war, wird das verstehen. Menschen hasten vorbei. Lächeln. Schütteln Köpfe. Ich gehe hinüber, klopfe an die Scheibe und biete höflichkeitshalber meine Hilfe an. Nach Abertausenden Einparkmanövern in der Großstadt habe ich vor allem eines gelernt: Die Nerven zu bewahren. Womit ich jedoch nicht gerechnet hätte. Der junge Tiroler nimmt in der Sekunde mein Angebot an und steigt aus. Fast zitternd. So viel Stress, unglaublich. Ich offenbare dem Busfahrer eine Geste mit der Bitte um kurze Geduld und kurble mich in die tatsächlich grenzwertige Parklücke. Und was sagt der Mann: "Tausend Dank, echt jetzt, Sie hat der Himmel geschickt." Meine spontane Antwort: "Kein Problem, echt jetzt. Aber wenn Sie die Geschichte daheim erzählen, sagen sie bitte dazu, dass es ein Wiener war, der seine Hilfe angeboten hat." Sein breites Grinsen war grandios.

Kommentare (2)      » Kommentar verfassen

:-D :-D :-D
Kathl 17.11.2017, 20:53

Auch hier: breites Lächeln. Gut gemacht!

LG E.
Elena E. 17.11.2017, 16:00
Ausklappen Einklappen
14.11.23:01
TAGEBUCH

Tag 319 - Sieg statt Debakel

Und genau nach solchen Spielen erhebt sich ganz besonders die große Frage: Kommt es jetzt aufs Ergebnis an oder nicht? Immer leicht zu beantworten ist das im Falle eine Qualifikation oder eines Turniers. Denn da zählt am Ende nichts anderes als der Erfolg und jeder einzelne Punkt. Völlig anders ist das freilich, wenn einander Fußballteams zu so genannten freundschaftlichen Länderpielen treffen. Die sollen vor allem einen Zweck erfüllen: Die Chance zu testen. Heißt: Trainer können Spieler ausprobieren, Systeme versuchen und allenfalls die eine oder andere Risikovariante durchexerzieren. Für Österreichs Nationalmannschaft hatte das heutige Match noch ein bisserl mehr Bedeutung. Denn es war das erste Spiel nach Marcel Koller und mit dem neuen Coach Franco Foda. Und der musste gegen das starke Team von Uruguay auch gleich einmal auf einige Spieler verzichten, die entweder verletzt waren oder den Entschluss gefasst haben, ihre Österreich-Karriere zu beenden. Also schickte Foda eine neue formierte Truppe aufs Feld, und die begann nicht nur konzentriert und mutig, sondern auch erfolgreich. Denn schon nach wenigen Minuten gelang Sabitzer das Führungstor - was für ein Auftakt! Nur, es blieb vorerst bei diesem Höhepunkt. Denn was danach folgte, war so schauderhaft, dass man sich nur mehr fragte: Wo soll das hinführen? Und welche Ära erwartet uns da? Null Kreativität in der Offensive, Außenspieler, die wie aufgescheuchte Hühner ihre Positionen nicht hielten, und eine Innenverteidigung, die einen Schnitzer nach dem anderen produzierte. Dass der technisch starke Gegner in Anbetracht eines derart schwachen Gegners rasch den Ausgleich erzielte, war beinahe logisch. Dass es aber bald darauf nicht 1:2, 1:3 und 1:4 hieß, war lediglich einem begnadeten Mitspieler zu verdanken: Dem Glück. Uruguay ließ Österreich leben. Und nach der Pause lief es dann auch ein wenig besser. Es entstand zwar eine unansehnliche Neutralisation, aber die war immerhin noch besser als das Defensivdesaster der ersten Halbzeit. Und als es nach einem öden Spiel und zahllosen Wechseln schon so aussah, als würde es ein unbedeutendes 1:1 zu analysieren geben, gelang Österreich mit einem als Flanke gedachten Schuss von Schaub sogar noch wie aus heiterem Himmel das Siegestor. Womit wir bei der eingangs gestellten Frage wären: Es war ein 2:1-Triumph, aber welchen Wert hat so ein Ergebnis? Und wäre es nicht besser gewesen, 1:2 zu verlieren, aber die Gewissheit zu haben, das Spiel dominiert und attraktiv gestaltet zu haben? Ich weiß es nicht. Denn natürlich stärkt so ein Erfolg das Selbstvertrauen. Gleichzeitig weiß jeder Mann auf dem Feld, dass er haarsharf an einem Debakel vorbeigeschrammt ist. Aber ausgerechnet in diesem unbedeutenden Match hatte Österreich eben jenes Glück, das der Mannschaft eien ganze Qualifikation lang gefehlt hat. Und so gesehen denke ich mir: Vielleicht hat das Schicksal jetzt einen neuen Plan. Daher freue mich jetzt einmal auf die nächsten Spiel 2018.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
13.11.18:14
TAGEBUCH

Tag 318 - Nackte Beine, live

Wir müssen jetzt ganz sicher nicht unser Emotionspotenzial maximieren, aber die Geschichte ist schon in mehrerlei Hinsicht exemplarisch. Es geht um ... eine Kamerafahrt. Nämlich um jene im Rahmen der ARD-Talksendung "Anne Will", als ein Kameramann in aller auffallenden Langsamkeit die High Heels von Verona Pooth ins Visier nahm und dann im Zoom-Modus die Beine empor fuhr, über die Hüfte bis zum Busen. Das ist per se schon nicht angebracht, und genau diese Art der Bilder haben schon mehrfach für Aufregung gesorgt. Aber es ist besonders deplatziert in einer Sendung, in der über sexuelle Übergriffe diskutiert wird. Während also eine Frau die Probleme sexistischen Verhaltens erläutert, nutzt die Regie die Zeit, um genüsslich von unten nach oben Beine zu offenbaren. Das muss einem erst einmal einfallen. Die Empörung in den sozialen Netzwerken kam daher in rasender Verlässlichkeit und breitete sich noch am selben Abend in Extrembereiche aus. Der Tenor war klar: Falls noch wer fragt, warum man über Sexismus öffentlich debattieren müsste. Genau deshalb. Die Reaktionen waren jedenfalls so heftig, dass sich das Redaktionsteam heute zu einer Entschuldigung veranlasst sah: "Der Kameraschwenk über Schuhe u. Beine von Verona Pooth in unserer gestrigen Sendung ging gar nicht! Das widerspricht unseren redaktionellen u. bildlichen Grundsätzen. Der Regisseur bedauert den Fehler. Im Übrigen hat Verona Pooth unsere Entschuldigung entspannt aufgenommen." In der Sendung sprach Verona Pooth davon, in ihrer Karriere auch Sexismus erlebt zu haben. "Aber nie eine Nötigung in einer Form, die mir einen Schaden zugefügt hat. Man darf verführerisch aussehen, aber man darf nicht angefasst werden." Die Skandalisierung wollte sie gegenüber der Bild-Zeitung nicht nachvollziehen, im Gegenteil: "Der arme Kameramann - warum soll er denn nicht diesen Schwenk machen? Das ist sicher nicht sexistisch." Darüber dürfen nun alle diskutieren, ob solche TV-Einstellungen eine Grenze überschreiten oder nicht. Ich bin der Meinung: Sollte nicht passieren, kann aber passieren. Gerade Diskussionsrunden sind eine sehr statische Angelegenheit, weshalb so mancher vermeintlich kreative Geist Abwechslung einbringen will. Gut ist das nicht, ein Drama aber auch nicht. Ich finde ja die medialen Berichte über den Vorfall noch wesentlich erstaunlicher. Denn die Story wurde heute in nahezu allen Online-Medien in riesiger Aufmachung thematisiert. Und zwar mit zahllosen kritischen Kommentaren und angriffigen Analysen. "Geht gar nicht", herrschte Einigkeit. Das Absurde dabei: In sämtliche Artikeln wurden die Bilder der umstrittenen Szene prominent eingebettet. Heißt: Um den erhobenen Zeigefinger besser verkaufen zu können, wurden mit dem gar so heftig kritisierten Übergriff Klicks generiert. Nur falls jemand eine Definition für Scheinmoral sucht - genau so sähe ein perfektes Lehrbeispiel für jenseitige Medienethik aus.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
12.11.23:33
TAGEBUCH

Tag 317 - "Short and fat"

Ich habe keine Ahnung, wie oft ich gedacht habe: Lächerlicher geht's nicht. Aber die Infantilisierung der Weltpolitik schreitet munter voran. Denn auch die jüngste Asienreise hat Donald Trump nicht von Twitter abgehalten, ganz im Gegenteil. Beinahe zwei Wochen lang traf sich der US-Präsident mit den wichtigsten Staatschefs Asiens, was ihn jedoch nicht im geringstem daran hinderte, sich bei Twitter einzuloggen und Botschaften in die Welt hinauszuschucken. Die zusätzliche Dramatik dabei: Der Social-Media-Dienst hat erst vor kurzem das jahrelange Zeichenlimit von 140 Anschlägen aufgehoben. Nun darf jeder User 280 Anschläge pro Tweet nutzen. Was u. a. bedeutet: Auch Donald Trump wird er Reiz geboten, seinen Schwachsinn zu verdoppeln. Allein von gestern auf heute setzte Trump insgesamt neun Tweets ab. Eine Meldung stach aber besonders hervor. Und zwar jener in Richtung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un heraus. Nachdem Trumps Reise ins benachbarte Südkorea von Pjöngjang tags zuvor als Kriegstreiberei kritisiert und Trump als „alter Irrer“ bezeichnet wurde, revanchierte sich Trump auf seine Art. Mit einem Tweet. Originalzitat: "Why would Kim Jong-un insult me by calling me "old," when I would NEVER call him "short and fat?" Oh well, I try so hard to be his friend - and maybe someday that will happen!" („Warum sollte Kim Jong-un mich beleidigen, indem er mich ‚alt‘ nennt, wenn ich ihn NIEMALS als ‚klein und fett‘ bezeichnen würde? Ich versuche so sehr, sein Freund zu sein – und vielleicht wird das eines Tages passieren!“) Die Resonanz war klarerweise gigantisch. Und so wurde die Kleinkind-Ironie des mächtigsten Mannes der Welt insgesamt mehr als 250.000 Mal retweetet und mehr als 550.000 Mal geliked. Was in Anbetracht der durchschnittlichen Reichweite von 20.000 Retweets und 100.000 Likes schon außergewöhnlich ist. Mehr noch: Die US-Journalisten berichten bereits vom erfolgreichsten Tweet in Trumps Twitter-Karriere. Und das ist dann schon auch irgendwie alarmierend. Jener Mann, der als Oberbefehlshaber der größten Atommacht der Welt über maximalen Einfluss auf potenzielle Erstschläge verfügt, tippt sich die Finger wund, um einen Provokateur wie den nordkoreanischen Staatschef zu beleidigen. Was genau genommen bedeutet: Jedes Trump-Jahr, dass diese Welt einigermaßen unbeschadet übersteht, ist ein Gewinn. Ein Viertel haben wir fast geschafft. Vorausgesetzt, die Amerikaner denken nicht ernsthaft darüber nach, den alten Irren ein weiteres Mal zu wählen. Wir sollten diesbezüglich alle gemeinsam wie de Irren auf Holz klopfen.

Kommentare (0)      » Kommentar verfassen


Ausklappen Einklappen
11.11.22:47
TAGEBUCH

Tag 316 - Doch kein Rauchverbot?

Ehrlich, kein Schmäh: Es ist nur wenige Tage her, da sprach ich im Rahmen einer launigen Redaktionskonferenz vor versammelter Runde (eher halb im Scherz): "Ihr werdet sehen, es dauert nimmer lange, und wir diskutieren wieder öffentlich das Ende des Rauchverbots." Jenes Rauchverbot, das noch noch nicht einmal in Kraft ist, wohlgemerkt. Und zwar deshalb, weil es 2015 nicht möglich war, eine rasche Umsetzung zu erwirken. Statt dessen entschied man sich für den österreichischen Weg einer dreijährigen Übergangsfrist. Wie so oft. Was vor allem daran lag, dass man die schwammige Gesetzeslage der getrennten Bereiche nach der (sündhaft teuren) Einführung wieder für obsolet erklären musste. Nun sollte es ab 1. Mai 2018 also endlich so weit sein. Österreich setzt als letztes Land der Europäischen Union, als Nummer 28, ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie und in allen öffentlichen Räumen um. Nur zum Vergleich: In Irland gibt es das bereits seit 13 Jahren. Und sämtliche negativen Effekte, die hier heute noch voller Leidenschaft als Teufel an die Wand gemalt werden, trafen dort niemals ein. Und was passiert nun? Na klar, aus der FPÖ (von Strache selbst nämlich) kommen bereits erste Stimmen, die ein beschlossenes Gesetz wieder aushebeln wollen. Was bei vielen (qualmenden) Menschen - eh klar - ausgezeichnet ankommt. Herbert Kickl (ein überzeugter Nichtraucher übrigens) wollte nach den ersten Meldungen gleich einmal besänftigen: "Der Umgang mit dem Rauchverbot war bislang nicht Gegenstand der Verhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP. Anderslautende Medienberichte sind unrichtig." Aber in den sozialen Netzwerken wurde die Debatte über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme mit den tausend immer gleichen Argumenten augenblicklich wieder entfacht. Als würden wir uns - selbstverständlich auch international - nicht völlig lächerlich machen, sollte das terminisierte Rauchverbot im letzten Moment doch noch kippen. "Das wäre ein dramatischer Fehler und ein Rückschritt ins gesundheitspolitische Steinzeitalter", sagt der Arzt und frühere Gesundheitssprecher der ÖVP, Erwin Rasinger, zum Kurier. Mehr noch, weil uns gerade Österreichs diesbezügliche Gesundheitsdaten zum europäischen Schlusslicht machen. Während in den 35 OECD-Ländern rund 18 Prozent der Bevölkerung rauchen, sind es in Österreich 24 Prozent. Und nirgendwo gibt es beispielsweise mehr jugendliche Raucherinnen und Raucher (Tendenz weiter steigend), weshalb die OECD bei einer Befeurung dieser traurigen Tatsache wohl aus dem Staunen nicht herauskäme. Aber vermutlich fällt bei den FPÖ-Vordenkern auch der Nichtraucherschutz nur in die Kategorie Hirngespinst, wo er gut eingebettet neben dem Unsinn namens Klimawandel jederzeit abrufbar ist. Es ist kaum auszuhalten, dass solche Geisterln nicht mit dem Brustton der Überzeugung von jeder Regierungsverantwortung fern gehalten werden. Im Gegenteil: Vermutlich muss man sie auch noch mit Zuckerln versorgen. Als Preis dafür, dass sie sich von Schnapsideen verabschieden.

Kommentare (1)      » Kommentar verfassen

Sie sprechen mir aus der Seele. Danke.

E.
Elena E. 17.11.2017, 16:01
Ausklappen Einklappen

Abo

AbonnentIn werden um
4,33€ / Monat

Täglich alle Einträge in voller Länge.

» AbonnentIn werden

Termine

7. Dezember 2017, 20 Uhr

Paaradox in Klo'burg I

"Du machst mich wahnsinnig" war früher einmal ganz anders gemeint
Live auf der Bühne: Das Kolumnisten ...
mehr

8. Dezember 2017, 20 Uhr

Paaradox in Klo'burg II

"Du machst mich wahnsinnig" war früher einmal ganz anders gemeint
Live auf der Bühne: Das Kolumnisten ...
mehr

12. Dezember 2017, 19.30 Uhr

Mannsbilder im Studio Akzent

Das Solo-Programm über das Phänomen Mann
Vier Jahre lang habe ich für das Ma ...
mehr

2. Februar 2018, 19.30 Uhr

Mannsbilder im Studio Akzent

Das Solo-Programm über das Phänomen Mann
Vier Jahre lang habe ich für das Ma ...
mehr

4. März 2018, 19 Uhr

Mannsbilder im CasaNova

Das Solo-Programm über das Phänomen Mann
Vier Jahre lang habe ich für das Ma ...
mehr

7. März 2018, 19.30 Uhr

Mannsbilder in Graz

Das Solo-Programm über das Phänomen Mann
Vier Jahre lang habe ich für das Ma ...
mehr

25. April 2018, 19.30 Uhr

Mannsbilder in Gmunden

Das Solo-Programm über das Phänomen Mann
Vier Jahre lang habe ich für das Ma ...
mehr

Copyright © 2017 Michael Hufnagl.